Chancen

In diesem Jahr nehme ich zum dritten Mal am 30. Mai bewusst wahr, dass Welt-MS-Tag ist – also ein Tag, an dem diese Krankheit besondere Aufmerksamkeit erhält und Erkrankte der ganzen Welt auf sich aufmerksam machen. Wie bereits vor drei Jahren geschrieben, wusste ich vor meiner Diagnose nicht einmal, dass es so etwas gibt. Und wie verbringe ich diesen Tag heute?

Mit einer runden Murmel als Bauch beim Eisessen.

Ich muss zugeben, dass ich zwar wusste, welches Datum heute ist, jedoch nicht sofort im Kopf hatte, was das bedeutet. Erst als ich in den sozialen Medien sah, was so viele der Community posteten, fiel es mir wieder ein. Und wisst ihr was? In den letzten Wochen und Monaten gibt es weniger Tage, an denen ich mich daran erinnere, dass ich MS habe als dass ich es schlichtweg vergesse. Dass das möglich ist, hätte vor drei Jahren wohl niemand gedacht.

Ich bin mir bewusst, dass meine Schwangerschaft wahrscheinlich einen sehr großen Anteil an dieser positiven Entwicklung hat und dass es wahrscheinlich nicht für immer so bleiben wird. Jedoch genieße ich zurzeit einfach jeden Moment mit meiner Tochter im Bauch und meinem Jens an der Hand. Zudem kann ich mir der Unterstützung meiner Familie und Freunde vollkommen sicher sein und weiß auch, dass ich auf sie zählen kann, falls mal wieder schwierigere Zeiten kommen sollten. Aber daran möchte ich momentan gar nicht denken.

Und daher entschuldige ich mich auch bei euch, dass es in den letzen Monaten so ruhig um mich geworden ist. Es passiert momentan einfach so viel in meinem Leben, dass gar keine Zeit für Gedanken an die MS oder die Epilepsie ist. Und um nicht laufend daran erinnert zu werden, ziehe ich mich zurzeit etwas zurück. Und ich glaube, dass ihr das verstehen könnt.

Ich glaube trotzdem, dass mein Leben ohne die MS jetzt nicht so aussehen würde, wie es ist. Gern verstricke ich mich in solche ‚was wäre gewesen, wenn‘-Momente und erfinde zusammen mit Jens parallele Realitäten. Würde ich ohne die MS studieren und so darin aufgehen? Hätte ich ohne die MS begonnen, mehr auf meinen Körper und meine Bedürfnisse zu hören? Hätten wir uns ohne die MS jetzt schon ein Kind gewünscht? Das alles sind Fragen, die wohl keiner richtig beantworten kann. Was ich jedoch mit Sicherheit weiß ist, dass die Krankheit mein Leben nicht zerstört hat – im Gegenteil: Sie hat mir Alternativen aufgezeigt, die Augen geöffnet und mich an meine Grenzen gebracht und bewiesen, dass sich Kämpfen immer lohnt!

Never a victim – always a fighter.

Glücksmomente

In vielen Momenten unseres Lebens scheint einfach alles perfekt zu sein. Man fühlt sich gut, hat keine (oder kaum) Probleme, vergisst alles Schlimme, was mal war und genießt diesen perfekten Moment.

Manchmal kommt es vor, dass dieses Gefühl anhält. Dass es nicht nur ein Moment ist, sondern eine ganze Folge von Momenten, welche das Gefühl nicht abklingen lässt, dass es gerade ziemlich gut läuft. Da kann es schon mal vorkommen, dass dieses Glück mehrere Tage andauert. In seltenen Fällen sogar Wochen!

Aber wisst ihr, was auch passieren kann? Dass es Monate, wenn nicht sogar Jahre anhält!

Seit meinem letzten Lebenszeichen vor fast 5 Monaten ist viel passiert. Ich habe (weniger tränenreich) Abschied von Tec genommen und habe dabei zusehen können, wie die Nebenwirkungen nachließen. Ich war im November beim MRT und natürlich zwei Wochen später auch bei der Auswertung. Das größte Geschenk:

Keine neuen Läsionen!

Trotz des Absetzens und zu dem Zeitpunkt schon 1,5 Monate ohne Medikamente, ging es mir gut. Ich fühlte mich fit und mein Körper fing langsam an, wieder sich selbst zu gehören. Das mag sich dumm oder naiv anhören. Ich hatte aber wirklich das Gefühl, dass jetzt alles so gut weitergehen wird.

So war es auch. Ich bekam eine Anstellung in einem neuen Job, der mich beruflich weiterbringt und mir unglaublich viel Spaß macht und die Bratwurst hielt die Klappe. Ein neues Medikament, Tysabri, sollte ich im neuen Jahr bekommen. Doch auf einmal lief es nicht so, wie ich es geplant hatte. Und das ist für einen Planungsmenschen wie mich eigentlich ein großes Problem.

Doch nicht dieses Mal. Ich habe den Termin zur ersten Infusion selbst abgesagt, da mein Körper andere Pläne mit mir hatte. Mein Herz zersprang vor Freude, Glück, Zuversicht und Hoffnung. Ein kleines Stück der Teile formte sich zu einem zweiten Herzen in meiner Brust – besser gesagt in meinem Bauch.

Man konnte tatsächlich zwei Streifen sehen!

Falls du es wirklich geschafft hast, meine Ausführungen bis hierher durchzulegen, gratuliere ich dir: Du bist jetzt ein Mitwissender.

Ich bin jetzt also im vierten Monat schwanger, unserem Mini geht es prächtig, ich habe die ersten 12 Wochen tatsächlich ohne großartige Probleme überstanden und wir ziehen bald in eine größere Wohnung, um unserer kleinen Familie genug Platz zu bieten.

Was das jetzt für die MS bedeutet? Nun ja, ich nehme natürlich während der Schwangerschaft keine Medikamente, mir geht es bisher super damit, meine Tabletten gegen die Epilepsie muss ich leider weiternehmen aber das sei wohl okay. Ich mache mir keine Gedanken. Ich bin seit diesen vier Monaten einfach gefangen in einer riesigen Blase aus Glückseligkeit und Aufregung.

Ich hoffe, dass ich für immer hierbleiben darf!

Off-Topic

Seit gestern bin ich ein Wutbürger. Eigentlich war ich schon länger wütend, jedoch hat der gestrige Abend das Fass zum Überlaufen gebracht. Natürlich hört man solche Geschichten fast täglich, liest sie auf diversen Seiten im Internet oder ist selbst dabei, wenn es passiert.

Ein Mann fragt eine Frau nach dem Weg – nichts außergewöhnliches, könnte man denken. Doch was ist der Frau in den Sinn gekommen, als sie, anstatt zu antworten, gehässig lacht und antwortet: „Geh‘ doch dort drüben in das Autohaus und frag da nach dem Weg. Ich antworte dir sicherlich nicht.“? Hat er sie schief angeguckt? Oder zu anzüglich angeguckt? Hat er ihr Angst gemacht?

Derselbe Mann kauft sich in einem Supermarkt ein französisches Croissant, was er in Deutschland lieben gelernt hat. Dazu holt er sich nur einen kleinen Orangensaft, denn es bleibt nur wenig Zeit in seiner Pause zum Essen. Leider hat er gerade kein Bargeld einstecken – so, wie es Leuten im Jahr 2019 wohl laufend passiert. Also alles nichts außergewöhnliches, könnte man denken. Doch was ist der Kassiererin in den Sinn gekommen, als sie, anstatt ihre Arbeit zu tun und ihn abzukassieren, angeekelt und böse guckt und antwortet: „So wenig mit Karte bezahlen? Scheiß Ausländer!“? Hat er etwas falsch gemacht? Darf man in Deutschland so kleine Beträge nicht mit Karte bezahlen? Hätte er lieber doch in der Schule bleiben, nach Schluss erst einmal Geld holen und sich dann etwas zu essen kaufen sollen? Wäre die Kassiererin dann nett zu ihm gewesen?

Ach, klang es bisher etwa so, als wäre ich wütend auf ‘die Ausländer‘, wie es im Moment so viele deutsche rechtschaffende Bürger sind? Mitnichten! Ich bin wütend auf Menschen, die sich das Recht dazu herausnehmen, einem jungen Mann von 19 Jahren aus dem Jemen mit solch hartem Rassismus entgegenzutreten.

Ein Junge, der mir gegenübersitzt, mir Schokobons anbietet, lacht, als ich sage, ich könne sie nicht essen, da ich mich vegan ernähre und mir entgegnet: „Aber es gibt doch nur ein Leben, man darf auf nichts verzichten!“

Ein Junge, der seit sieben Monaten die deutsche Sprache lernt und sie jetzt schon besser beherrscht als manch Einwohner unseres Landes.

Ein Junge, der so trocken vom Krieg in seinem Land erzählt, in dem es zurzeit keine Botschaft mehr gibt und der daher für sein Visum vier Tage mit einem Bus in den Oman reisen musste, um die dortige Botschaft zu erreichen. Ohne zu wissen, ob er dort jemals ankommen wird oder ob er auf dem Weg in ein Gefecht der gegnerischen Parteien gerät.

Ein Junge, der mehrere tausend Euro auf einem Konto in Deutschland hinterlegen muss, damit sich die deutschen Behörden sicher sein können, dass er das Geld für eine Rückreise hat. Dafür verzichten seine Eltern und Geschwister Zuhause auf so Einiges – damit ihr Sohn und Bruder Maschinenbau in Deutschland studieren kann. „Denn wenn man hier studiert hat, dann kann man überall arbeiten!“

Ein Junge, der an elf Prüfungen, zu denen er durch ganz Deutschland reisen muss, teilnimmt, um angenommen zu werden. Er reist mit seinem Freund unter anderem nach Nordhausen, Köthen, Berlin, Leipzig, Wismar und Bochum, um dort in der deutschen Sprache und Mathematik geprüft zu werden. Er zeigt uns Probeaufgaben und ich bin verwundert. Würde ich das hinbekommen? Dass ich nicht den mathematischen Anforderungen für ein Maschinenbaustudium entspreche, ist mir klar. Aber was ist das bitte für ein Lückentext, den die Bewerber in 30 Minuten ausfüllen müssen, um so ihre Kenntnisse der deutschen Grammatik zu beweisen? Der Text erscheint mir unglaublich willkürlich und unterliegt keinen objektiven Vergleichskriterien. Ich bin entsetzt. Natürlich wollen die Unis nur die Besten der Besten annehmen und keinem anderen einen Studienplatz wegnehmen aber rechtfertigt das dieses Prozedere? Er erzählt mir später, dass er in einem Test zwar 90 % der Punkte erreicht hat und ein Junge aus Russland lediglich 60 %, dass aber aufgrund der Quote der Russe angenommen wurde – jemanden aus dem Jemen haben sie schon angenommen und es solle ja eine gute Mischung geben. Wie bitte? Da lernt er schon sechs Stunden am Tag, um dann wegen einer scheiß Quote abgelehnt zu werden? Mir entgleisen die Gesichtszüge.

Ein Junge, der sich bewusst ist, dass er sofort abgeschoben wird, wenn er innerhalb eines Jahres keine Zulassung für die Uni bekommt. Er will nicht wieder zurück in den Jemen. Aber nicht, weil er Angst vor dem Krieg hat, wie man es annehmen würde – sondern, weil er dann nicht das wertvolle Studium in Deutschland machen könnte, für das er so viel gelernt hat.

Erst kann ich nur mit Kopfschütteln reagieren. Mein Mund ist trocken. Mir würde eh nichts einfallen, was ich ihm entgegnen könnte. Ich beginne, mich für die Unfreundlichkeit mancher Deutscher zu entschuldigen; zu sagen, dass nicht alle so sind; Mitgefühl zu zeigen. Ich versuche, meine Wut zu unterdrücken. Ich frage ihn, was er macht, wenn ihm solch asoziales und unmenschliches Verhalten entgegengebracht wird. „Was soll ich machen? Ich sage: ‚Danke, einen schönen Tag noch.‘ und gehe.“ Ich überlege, was ich tun würde, wenn ich in einem fremden Land wäre und mir so etwas passieren würde. Ich würde weinen. Ich würde fluchen. Ich würde zurückfahren wollen. Zurück zu meiner Familie. Egal ob Krieg oder nicht. Und er? Er möchte hier bleiben und studieren – die Kommentare kann er ignorieren.

Später im Bett wandelt sich meine Wut zu Unverständnis. Zu Trauer. Ich verstehe nicht, wieso es Menschen gibt, die anscheinend nichts besseres zu tun haben als einen 19-Jährigen auf übelste Weise zu beleidigen, nur weil er eine andere Hautfarbe hat und mit einem fremden Akzent spricht. Hat sich die Menschheit wirklich auf solch falsche Art entwickelt, dass wir sofort jeden Ausländer unter Generalverdacht stellen, sofort Angst haben und an seiner Freundlichkeit zweifeln, weil wir irgendwo von irgendwem gelesen haben, dass ein ‚fremdländisch aussehender Mann‘ ihn verprügelt hat?

Es gibt so viele Idioten auf der Welt. So viele Menschen, die Böses im Sinn haben. Es gibt so viele böse Araber. So viele böse Russen. So viele böse Chinesen. So viele böse Polen. So viele böse Italiener, Engländer, Schweizer.

So. Viele. Böse. Deutsche!

Jeder Mensch, der einem anderen Gewalt antut, ist ein Idiot. Und das hat rein gar nichts mit seiner Nationalität zu tun. Bitte lernt das endlich, öffnet eure Augen, kommt mit anderen ins Gespräch und hört auf, zu pauschalisieren und alle über einen Kamm zu scheren.

Das Durchdenken der Dinge

Kennt ihr das, wenn man etwas, worüber man sich eigentlich gefreut hat, so lange über- und durchdenkt, in seine Einzelteile zerlegt, wieder und wieder durchgeht, bis man hauptsächlich negative (angebliche) Tatsachen daraus zieht?
Genau das ist mir gestern passiert.

Ich hatte vor zwei Wochen mein jährliches Kontroll-MRT. Da ich ja seit mehr als 16 Monaten keinen Schub hatte und mich im Moment so gut fühle wie seit Ewigkeiten nicht mehr, bin ich mit einem guten Gefühl zur Auswertung bei Kali gegangen.

(Kurze Zwischeninformation: Da es in jüngster Vergangenheit also nichts zu berichten gab, ist es hier allgemein etwas ruhiger um mich geworden. Ich habe lediglich seit zwei Wochen ein komisches Gefühl mit Kribbeln in meiner rechten Gesichtshälfte – wollte mir aber nicht eingestehen, dass das etwas mit der Bratwurst zu tun haben könnte.)

Hier nun also das Ergebnis des gestrigen Gespräches, bei dem ich mir mal wieder bewusst darüber wurde, mit welcher Hingabe, Geduld, Verständnis und Warmherzigkeit mir meine Ärztin entgegentritt:

Was Kali sagte:

,,Also ich habe wirklich lange über die Ergebnisse Ihres MRTs nachgedacht, um mir wirklich sicher zu sein, was wir heute besprechen wollen. Es ist ein neuer Herd dazugekommen, welcher an einer strategisch nicht ganz so optimalen Position sitzt – genau an der gleichen Stelle wie ihr erster Herd damals, mit dem Sie vor gut zwei Jahren zu mir kamen, nur diesmal auf der anderen Seite. Gangstörungen oder Doppelbilder hatten Sie nicht? Gut, diese Gefühlsstörungen im Gesicht kommen aber von dem neuen Herd, da dies ja nun das erste Mal etwas auf der rechten Seite ist. Aber das würde ich jetzt nicht als Grund genug sehen, Ihnen jetzt Kortison zu geben. Die anderen Entzündungen sind alle gleich geblieben. Ich habe überlegt, wie wir weitermachen wollen aber ich sehe ja, dass Sie mit Tecfidera zufrieden sind und es Ihnen allgemein gut geht – Sie sind arbeitstauglich, aktiv, positiv, hatten seit mehr als einem Jahr keinen Schub, Ihre Blutwerte sind gut, PML wurde auch nicht festgestellt und unsere einzige Möglichkeit der Veränderung der Medikation wäre Lemtrada. Wenn ich allerdings daran denke, wie Sie hier vor zwei Jahren auftauchten, kaum gehen und sehen konnten und dass Sie jetzt innerhalb von diesen zwei Jahren lediglich einen neuen Herd haben, würde ich erstmal alles so belassen, wie es jetzt ist. Hätten Sie jetzt laufend Schübe oder es wären fünf neue Herde dazugekommen, würde ich ganz anders mit Ihnen reden. Ich würde sagen, dass wir es bei den jährlichen MRT-Kontrollen belassen und Sie aber bitte sofort auf der Matte stehen, falls Sie denken, etwas negatives festzustellen.“

Was ich beim späteren Überdenken daraus machte:

,,Also ich musste wirklich lange über Ihre Ergebnisse nachdenken, da ich nicht weiß, was man hier noch raten kann. Es ist zwar nur ein neuer Herd dazugekommen aber ein Herd ist schließlich mehr als keiner – und das war doch unsere Erwartung, oder nicht? Und wenn Sie jetzt noch diese Gefühlsstörungen haben, dann zeigt das deutlich, dass Sie gerade einen Schub haben. Da ich aber in Ihrem Gesicht sehe, dass Sie keinen Bock auf Kortison haben, bin ich mal so lieb und gebe Ihnen mal keins und wir schauen, was daraus wird. Lemtrada wäre eigentlich echt die bessere Alternative aber auch hier gehe ich nach Ihren Wünschen und wir lassen es darauf ankommen. Ich bin wirklich traurig, dass jetzt auch noch Ihre rechte Seite betroffen ist – die, die eigentlich immer die gute Seele Ihres Körpers war. Aber die MS ist nun mal unberechenbar. Wir warten jetzt einfach ab, was kommt und drücken die Daumen, dass nichts passiert.“

Wahrscheinlich war das, was ich aus dem Gespräch konstruiert habe, lediglich das, was ein einstündiger Spaziergang, den man alleine mit Musik auf den Ohren (komisch, dass man selbst aus der besten Gute-Laune-Musik etwas Trauriges lesen kann, wenn man in der Stimmung dazu ist (und es natürlich gerade dann anfängt zu regnen)) aus solchen eigentlich positiven Nachrichten macht.

Quintessenz des Ganzen: Mein MRT war soweit okay, der Herd ist auch nicht gerade groß, bis auf ein Kribbeln am rechten Auge und Mundwinkel geht es mir echt gut und ich denke zurzeit sehr wenig an die MS!

Mein Tipp an euch: Wenn ihr positive Nachrichten mit einem miniwinzigen Anteil an Negativität bekommt, geht NICHT eine Stunde alleine spazieren!

PS: Alles Gute zum Geburtstag der besten Frau der Welt. Ich liebe dich, Mama.

730.

04.01.2017

Herzklopfen. Es wird schneller, immer schneller. Ich merke, wie schweißnass meine Hände sind. Bloß nicht weinen, Swenja. Bloß nicht schwach werden. Scheiße, jetzt passiert es doch. Reiß dich zusammen, du bist doch ein starkes Mädchen. Okay, ich kann es nicht mehr halten. Wie peinlich das ist. Jetzt noch im Wartezimmer deine Jacke holen. Alle starren dich an. ,,Auf Wiedersehen.“ Ich denke mir dabei, dass ich ja nun öfter hier sein werde. Die ganze Straßenbahnfahrt Tränen in den Augen. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Wie soll es jetzt weitergehen? Lande ich sofort im Rollstuhl? Was macht diese Krankheit mit mir? Warum gerade jetzt? Jetzt, wo du bald für 6 Wochen nach England willst. Jetzt, wo in einem Monat deine ersten Prüfungen in der Uni sind. Okay, noch eine Haltestelle und du bist bei der Radiologie. Ein MRT vom Kopf, das wird schon nicht so schlimm sein, einen Termin zu machen. Hör auf zu heulen, du musst gleich mit der Dame am Empfang reden. Ich lege ihr die Überweisung hin, sie schaut in mein Gesicht und gibt mir einen Termin in 3 Tagen. Ich sehe ihr ihr Mitleid förmlich an. Jetzt endlich nach Hause, nur in die Arme deines Freundes. Die Blicke der Mitfahrer stechen mir direkt ins Herz. Sie denken sicherlich, dass ich gerade verlassen wurde oder jemand gestorben ist. Wenn die wüssten…

04.01.2018

Herzklopfen. Es wird schneller, immer schneller. Ich merke, wie schweißnass meine Hände sind. Bloß nicht an Wasser denken, Swenja. Bloß nicht schwach werden. Scheiße, jetzt passiert es doch. Lauf ein bisschen schneller, Swenja. Die Toilette ist am anderen Ende der Praxis. Okay, zum Glück kann ich es halten. Das wäre peinlich geworden. Puh. Wo kommen diese ganzen Menschen her? Entschuldigung, darf ich mal kurz? Okay, dann nicht. 45 Minuten warte ich schon. Immer mehr Menschen betreten Kalis Praxis, die ich allmählich in- und auswendig kenne.
Dort sieht man zwei junge Damen bei der Infusion – trotz Schub sind sie wirklich gut gelaunt. Und da ist noch jemand, der so aussieht, als hätte er MS. Er starrt wissend auf die Schleife auf meinem Tattoo und lächelt. Ha, wusste ich es doch! Uiuiui. Das erste Mal im Leben wird meine Vene in der Armbeuge beim ersten Stich getroffen. Tschaka, heute wird ein guter Tag!  Langsam aber bestimmt nehme ich die Treppe auf dem Weg aus der achten Etage nach unten. Meine Hand gleitet langsam über das Geländer, berührt es aber nicht. Ich komme auch ohne heile unten an.

04.01.2019

Herzklopfen. Es wird schneller, immer schneller. Ich merke, wie staubtrocken meine Hände sind. Bloß nicht mit der Creme auf die schöne Couch tropfen, Swenja. Bloß nicht zittern. Okay, ich kann es nicht mehr halten. Grandios, das gibt einen schönen Fleck. Nur, weil der Winter die Hände immer so trocken macht. Was ist heute eigentlich für ein Tag? Freitag? Fühlt sich an wie Mittwoch – dieser Jahreswechsel bringt einen doch jedes Jahr völlig durcheinander. Der vierte Januar… War da nicht irgendetwas? 
Als es mir schließlich einfällt. fühlt es sich nicht so schlimm an, wie man vermuten könnte. Zwei Jahre ist es her, dass ich meine Diagnose erhalten habe. Und heute geht es mir besser, als ich es mir hätte ausmalen können. Ich kann sehen, laufen, gehe sogar als Aushilfe neben der Uni arbeiten, schreibe dieses Jahr meine Bachelorarbeit und im kompletten letzten Kalenderjahr gab es keinen Schub.

730 Tage liegen zwischen der ersten und dieser Erzählung und 365 Tage zwischen den letzten beiden. Ich schrieb letztes Jahr davon, dass ich es zur Tradition lassen werde, dass ich jedes Jahr am 4. Januar Blut abgebe – hätte ich richtig gerechnet, hätte ich gemerkt, dass sich 52 Wochen schlecht durch sechs teilen lassen – denn nur alle sechs Wochen ist die Blutabnahme nötig. So geht’s halt erst in zwei Wochen wieder zu Kali und jetzt erstmal zur Arbeit.

Das nüchterne Vielleicht

Nüchtern betrachtet ist, den Nüchternen zu betrachten, spannend. Wie er ohne jegliche Kenntnisnahme seiner Umwelt seine Wege bestreitet, sich mit seiner Freundin streitet oder sie lediglich zum Shoppen begleitet.
Doch hast du dich auch schon einmal gefragt, was für eine Geschichte hinter der Person steckt, die du nur für einige Sekunden – manchmal sogar nur für den Bruchteil einer einzigen – siehst und deine Schlüsse ziehst?

Oh,bei diesen dreckigen Schuhen hat er sicherlich nicht so viel Geld.– Ja, vielleicht das. Vielleicht ist er aber auch einfach heute morgen durch einen Regenschauer gelaufen, nach welchem sich der Dreck förmlich von seinen nassen Schuhen angezogen gefühlt hat.

Die hat ihr Kind aber nicht im Griff. -Vielleicht, ich rede hier von einem vagen vielleicht, ist heute morgen eine Kollegin krank geworden, die Frau musste deren Aufgaben übernehmen und dann musste die Tagesmutter auch noch früher das Kind zurückgeben, da es einen Notfall in der Familie gab – und deshalb ist die Mutter gestresst, ausgelaugt und kann nicht klar unterscheiden, ob sie ihrem Kind nun mit dieser halbherzigen Beantwortung der Frage einen Gefallen tut oder nur noch mehr Fragen aufwirft. Fragen über Fragen. Und was wäre, wenn es gar nicht ihr eigenes Kind ist sondern sie selbst die Tagesmutter? Schon einmal darüber nachgedacht? Und müsste die Frau dann nicht genug Expertise haben, um nicht so forsch mit dem Kind umzugehen? Doch was, wenn genau diese Tagesmutter die Frau ist, deren Kollegin krankgeworden ist – sofern es Kollegen bei Tagesmüttern gibt?

Das, was wir in einem Menschen sehen und die Schlüsse, die wie innerhalb eines Wimpernschlags ziehen, sind bei weitem nicht alles, was diesen Menschen ausmacht. Darum lade ich dich ein, zusammen mit mir und meiner Mutter einen Kaffee zu trinken – in einem kleinen Café in der Innenstadt mit einem guten Blick auf die Fußgängerzone. Und dann denken wir uns vielleicht, ich rede von einem vagen vielleicht, Geschichten zu den Vorübergehenden aus.

Und nüchtern betrachtet ist der torkelnde Betrunkene vielleicht gar nicht betrunken – sondern krank.

Echt jetzt?

Ich habe vergessen, dass ich Matrix gesehen habe.
Ich habe vergessen, wie die Dozenten im letzten Semester hießen.
Ich habe vergessen, dass ich bereits vor zwei Beiträgen etwas über das Vergessen geschrieben habe.
Ich habe vergessen, wie meine Beine sich anfühlen, wenn sie nicht taub sind.
Ich habe vergessen, was ich noch alles vergessen habe.

Das klingt schlimm, ja. Aber ist es das? Ist es nicht viel wichtiger, dass ich die relevantesten Dinge nicht vergessen habe?

Ich habe nicht vergessen, dass ich Breaking Bad, Sherlock und Star Trek gesehen habe.
Ich habe nicht vergessen, wie meine Dozenten in diesem Semester heißen. (Oder ich weiß die Namen einfach nur noch nicht.)
Ich habe nicht vergessen, was ich in meinem nächsten Beitrag schreiben werde. (Doch vielleicht sollte ich es mir aufschreiben, bevor ich es vergesse.)
Ich habe nicht vergessen, dass ich vor fast zwei Jahren bis zur Brust aufwärts kein Gefühl im Körper hatte und dieses ‚Gefühl‘ nun nur noch alles Knie abwärts betrifft.
Ich habe nicht vergessen, was ich schon durch meine Bratwurst durchmachen musste.

Aber:

Oft genug vergesse ich auch einfach, dass ich MS habe – weil die schönen, positiven, lebensbejahenden, glücklichen, aufregenden und hoffnungsvollen Dinge überwiegen!

Stille

Ich hätte gedacht, dass ich diese eine Frage ganz leicht beantworten kann: Wieso ist es derzeit so still um mich geworden?

Ich hätte gedacht, dass ich hier einfach schreiben kann, dass das so ist, weil ich meine Prioritäten anders gesetzt hätte.

Ich hätte gedacht, dass es wirklich lediglich das ist.

Aber das stimmt nicht!

Vielmehr habe ich im Urlaub vor zwei Wochen gemerkt, dass das, wofür ich vorher so viel Zeit geopfert habe, so klein und nichtig ist. Was für einen Mehrwert hat es, täglich mehrere Stunden auf Instagram und Facebook zu verbringen? Ist es nicht viel schöner, den Moment zu leben, den realen Kontakt mit Menschen zu pflegen und darauf zu hören, wenn dir dein Körper Ruhe empfiehlt?
Es war nicht mehr lediglich ein Zeitvertreib, es hat viel mehr Zeit in Anspruch genommen als ich mir zugestehen wollte. Darum ist es ruhig um mich geworden. Weil ich mir das endlich selbst eingestanden habe. Und dazu hat es lediglich diese vier wunderschönen Tage mit meinem liebsten Menschen an der Seite auf einem Hausboot gebraucht.

Ich war kurz davor, meinen Account bei Instagram zu löschen, um diese Sache richtig durchzuziehen. Allerdings habe ich dort so viele liebe Menschen kennengelernt, die ich auf eine andere Art nicht erreichen würde. Daher ist der Account noch da, wird allerdings nicht mehr so oft mit Informationen gefüllt. Wenn jemand wissen will, was gerade bei mir anliegt oder wie es mir geht, kann er mir gerne schreiben!

Und dabei geht es mir gerade immer noch blendend.

  • Mein letzter Termin bei Kali war grandios, da sie mir sagte, dass meine Blutwerte und die Ergebnisse vom EEG perfekt seien und wir so schnell die Therapie nicht umstellen, sondern erst das neue MRT im nächsten Jahr abwarten würden. Daraufhin fielen mir zehn Millionen Steine vom Herzen und meine Glücksgefühle reichten für eine ganze Woche!
  • Die neue Arbeit ist zwar anstrengend, jedoch nicht zu anstrengend und es macht mir einen riesigen Spaß.
  • Weiterhin war ich bei meiner Hautärztin, da meine liebe Freundin Tec mir ein Geschenk in Form von Haarausfall gemacht hat. Da das Einnehmen von Biotin anscheinend nicht reicht, habe ich nun ein Mittel bekommen, das ich auf die Kopfhaut gebe und das den Haarausfall hoffentlich innerhalb der nächsten 3 Monate stoppen soll. Weiterhin war ich heute beim Friseur und habe die Haare einfach kürzer schneiden lassen.
  • Meine Hausarbeiten für das vierte Semester sind geschrieben und abgegeben, das neue Semester beginnt in knapp einem Monat und bald setze ich mich bereits an meine Bachelor-Thesis.
  • Meine vegane Lebensweise fällt mir leichter als gedacht und ich schaffe es sogar, seit einem Monat täglich zu meditieren.

Also, was soll ich sagen?

Es ging mir selten besser!

Angst und Warten

Warten und Angst.
Warten oder Angst haben?
Aus Angst warten?
Warten auf die Angst?
Angst haben vor dem Warten?
Angst haben oder warten?
Oder gar nichts von beidem?

Seit Monaten geht es mir so gut wie seit langem nicht mehr. Teilweise vergesse ich sogar völlig, was in meinem Kopf und meiner Halswirbelsäule so unbemerkt vor sich geht – und das ist auch gut so! Abgesehen von diesem Vergessen vergesse ich zwar noch unzählige andere Dinge, die mir gerade nicht einfallen, aber das ist okay.
Und trotz alledem habe ich manchmal Angst. Angst, zu genießen, was ich gerade erlebe. Angst, den Moment zu leben, weil er im nächsten Augenblick zerstört werden könnte. Und Sekunden später denke ich: Bist du eigentlich doof? Was bringt es dir, dir jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen, was bald mal sein könnte? Oder eben auch nicht sein könnte! 
Da muss ich meinem Unterbewusstsein dann zustimmen und mir eingestehen, dass ich wirklich doof bin. Was nützt es mir, zu warten; indirekt darauf zu warten, was eventuell mit mir passieren könnte? Angst vor etwas zu haben, was vielleicht morgen oder erst in zehn Jahren oder niemals mit mir passieren könnte? Es lebt sich doch so viel besser ohne Angst. Und das weiß ich!

Ich will nicht mehr aus Angst Gelegenheiten verstreichen lassen, die sich mir so vielleicht nie wieder bieten werden. Nicht mehr sagen, dass es nicht klappt, weil ich es vielleicht nicht schaffen werde. Nicht mehr daheim bleiben, weil ich mich vor dem Unberechenbaren fürchte. Sondern einfach machen, meinen Tatendrang ausnutzen und etwas riskieren!

Und trotzdem warte ich manchmal darauf, dass mich die Angst wieder überkommt. Ja, ich bin doof – mein Unterbewusstsein hat recht.

Sag mir, wo die Swenja ist. Wo ist sie geblieben?

Zwei Monate habe ich mich von meinem Blog zurückgezogen, habe lediglich auf Instagram ab und zu meinen Senf dazugegeben und war ansonsten nicht präsent. 

Nein, stop! Natürlich war ich präsent – hoffentlich in euren Köpfen. Ich habe gesehen, dass täglich mehr als 20 Personen hier vorbeigekommen sind, um nach mir zu schauen. Zwar nur digital, jedoch habe ich mich trotzdem riesig gefreut.

Und ich war mehr als präsent in der Uni. Und unter, zwischen, über und neben meinen Heftern mit dem Stoff des letzten Semesters. Ihr könnte also langsam erahnen, was in den letzten zwei Monaten mit mir passiert ist.
Nur so viel vorweg: kein Schub, kein riesiger Uthoff, kaum Schmerzen, sondern lediglich Lernen, Prokastination, Lernen und noch mehr Prokastination.

Immer auf der Suche nach der nächsten Ablenkung, der nächsten weißen Wand zum Anstarren und der lautesten Fliege im Zimmer

Swenja Croft als Hauptfigur in: Prüfungsphase – der Untergang der Studentin

Ich entschuldige mich mal wieder für meine Theatralik. Ich glaube einfach, dass die Tatsache, dass ich vier Prüfungen geschrieben habe, eine Hausarbeit bereits morgen abgeben werde und somit nur noch zwei wissenschaftliche Aufgaben vor mir liegen, lässt den Stress der letzten Wochen abfallen.

Doch wie sieht’s eigentlich an der Bratwurst-Front aus?

Einiges habe ich ja bereits vorweggenommen. Mir geht es im Moment wirklich gut und trotz der starken Hitze der letzten Monate habe ich kaum Probleme mit dem lieben Herrn Uthoff. Wer weiß, vielleicht ist meine Freundin Tec doch gar nicht so eine Verräterin? Jedoch will ich es nicht beschreien und klopfe einfach auf Holz und bitte euch wie immer, dasselbe zu tun.

Allerdings gibt es eine beziehungsweise mehrere Änderungen, die sich innerhalb dieser letzten 64 Tagen ergeben haben. Ich hatte vor einigen Monaten von der lieben Kali ein Buch bekommen, in dem ein Arzt darüber schreibt, wie er seit mehr als 20 Jahren schubfrei lebt – und das lediglich durch das Ändern seiner Lebensgewohnheiten. Sie meinte also, dass ich es einfach lesen und ausprobieren solle, ob das etwas für mich wäre. Somit hat sich folgendes seit gut einem Monat geändert:

  1. Ich ernähre mich jetzt vegan.
    Ja, ja. Ich weiß, dass ich immer gesagt habe, dass ich nicht auf meinen Käse verzichten könne. Wenn allerdings ein gesundheitlicher Aspekt dahintersteckt und man die Hoffnung hat, dass es irgendeine Besserung hervorbringt, wenn auch nur eine klitzekleine, dann ist Käse viel unwichtiger als gedacht. Letztendlich denke ich auch, dass der Umstieg von Vegetarismus auf Veganismus noch ein wenig einfacher ist, als wenn ich vorher noch Fleisch gegessen hätte. Ihr erinnert euch, dass ich das nach der Reha im April letzten Jahres aufgegeben hatte?
  2. Ich verzichte auf zusätzliches Salz.
    Mich persönlich stört es nicht. Meine Geschmacksnerven gewöhnen sich langsam daran, dass ich nur noch mit Kräutern würze und auf den salzigen Geschmack verzichte. Ob das meinem Schatz jedoch auch so egal ist, weiß ich nicht. (Ich weiß jetzt schon, wie du mich gleich anschaust, wenn du das liest.) Doch bisher funktioniert es ganz gut, dass ich einfach in getrennten Töpfen koche oder der Salzstreuer einfach mit zum Esstisch genommen wird und er selbst entscheiden kann, wie viele Kristalle er auf sein Essen schütten möchte.
  3. Ich verzichte auf Süßigkeiten.
    Wahrscheinlich habe ich gerade deswegen in den letzten Wochen abgenommen. Guter Nebeneffekt, jedoch nicht der eigentliche Grund des Ganzen. Der Verzicht auf Zucker beziehungsweise der geringere Konsum trägt einfach allgemein zu einer gesunden Ernährungsweise bei. Und ihr wisst gar nicht, wie süchtig man stattdessen nach ungesalzenen Nüssen werden kann…
  4. Ich habe meine tägliche Vitamin-D-Dosis erhöht.
    Da ja zurzeit eh größere Forschungen dahingehend unternommen werden und von dem Autor des Buches 5.000-10.000 Einheiten täglich empfohlen werden, nehme ich nun 8.000 IE am Tag. Kali hatte mir damals zu ungefähr 3.000 am Tag geraten. Ich hoffe, dass sie mir nicht böse ist, wenn ich sie das nächste Mal sehe und ihr das erzähle. Aber: Das Buch war schließlich ihre Empfehlung!
  5. Ich setze mich öfters der Sonne aus.
    Klingt nach keiner großen Sache. Wer mich allerdings kennt, weiß, dass meine Körperfarbe beim Kontakt mit der Sonne von schneeweiß zu tomatenrot wechselt, um Ende des Sommers wieder weiß zu sein. Mir wurde allerdings heute morgen gesagt, dass ich langsam etwas Farbe bekomme. Und zwar eine, die in Richtung braun geht!
  6. Ich war seit gut 2 Monaten nicht mehr beim Sport.
    Nein, das ist keineswegs eine Empfehlung aus dem Buch, das nennt sich nur Faulheit. So wie ich keine Zeit gefunden habe, hier zu schreiben, so hatte ich auch keine, um zum Sport zu gehen.
    Okay, das war gelogen. Ich habe mir einfach nicht die Zeit genommen. Und ich weiß, dass das nicht gut ist..
  7. Ich bin mir sicher, dass ich etwas vergessen habe. 
    Nehmt es mir nicht übel und denkt daran, dass hier schließlich eine chronisch Kranke schreibt. Aber eine, die sich im Moment nicht so fühlt und auch nicht so wahrgenommen wird. Darauf trinken wir einen. Wenn auch nur digital