Eine Woche im Zeichen des Sports

Um ein Resümee aus dieser Woche zu ziehen: Ich habe seit gefühlt einem Jahr nicht mehr so viel Bewegung gehabt wie in den letzten sieben Tagen.

Am Montag bin ich, wie ich euch im letzten Beitrag versprochen hatte, das erste Mal mit meinem besten Freund ins Fitnessstudio gegangen, wo ich zwar schon seit Juli angemeldet bin, jedoch noch nie wirklich ernsthaft einen Fuß hineingesetzt habe.
Da ich ja noch keinen Trainingsplan hatte, habe ich einfach die Geräte benutzt, die ich aus der Reha und meiner IRENA schon kannte – Laufband, Beinpresse und welch utopischen Namen die Dinger sonst noch so haben.
Ich muss zugeben, dass ich deutlich gemerkt habe, wie schwach ich geworden bin. Was ich an Gewicht in der Reha noch mit meinen Beinen weggedrückt habe, hat mich jetzt fast zum Aufgeben gezwungen.

Aber ich habe durchgehalten und mein improvisiertes Training durchgezogen!

An den folgenden Tagen war wenig Zeit für Sport, da die Uni in diesem Semester wirklich viel Zeit beansprucht und ich somit eigentlich täglich von neun bis mindestens 7 unterwegs bin. Dafür bin ich bisher sehr euphorisch, was mein neues Studium betrifft und das ist doch die Hauptsache.

Am Freitagmorgen hatte ich dann halb 9 meinen ersten Termin in meiner neuen Physiotherapepraxis. Und was soll ich sagen? Ich habe noch nie solch eine stilvoll eingerichtete Praxis gesehen (und ich habe ja ungefähr 4 Stück zum Vergleich) wie diese. Ich wurde herzlich empfangen und wir haben erst einmal eine „Bestandsaufnahme“ gemacht und geschaut, welche Körperteile noch vorhanden sind.
Okay, das war ein schlechter Scherz. Sie hat getestet, wie viel Kraft in welchem Bein ist und welche Belastungen und Bewegungen schwerfallen. Am Montag, wenn ich meinen nächsten Termin habe, werden wir im Turnraum die Therapie beginnen. Seid gespannt; ich bin es nämlich auch!

Am Samstag war ich dann nochmals im Fitnessstudio und habe mit einem Trainer meinen Trainingsplan zusammengestellt. Es wurde von vorne bis hinten auf meine MS eingegangen, es wurden unzählige Fragen gestellt, was ich kann und was nicht und dann wurde jedes einzelne Gerät mit mir zusammen getestet und eingestellt.

Trotz deiner Physiotherapie musst du mir versprechen, dass du zweimal die Woche deinen Trainingsplan hier durchziehst; ich mache dir extra einen relativ kurzen Plan.

Relativ kurz ist relativ. 50 Minuten Sport sind ungefähr 60 Minuten mehr, als ich eigentlich sonst gemacht habe. Aber von nichts kommt nichts.

Und da mein Trainer mir dann sagte, dass ich die kalorienreichste Mahlzeit des Tages direkt nach dem Training zu mir nehmen soll und ich eh noch kein Mittag gegessen hatte, gab es zur Belohnung einen Döner – vegetarisch natürlich!

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