Sag mir, wo die Swenja ist. Wo ist sie geblieben?

Zwei Monate habe ich mich von meinem Blog zurückgezogen, habe lediglich auf Instagram ab und zu meinen Senf dazugegeben und war ansonsten nicht präsent. 

Nein, stop! Natürlich war ich präsent – hoffentlich in euren Köpfen. Ich habe gesehen, dass täglich mehr als 20 Personen hier vorbeigekommen sind, um nach mir zu schauen. Zwar nur digital, jedoch habe ich mich trotzdem riesig gefreut.

Und ich war mehr als präsent in der Uni. Und unter, zwischen, über und neben meinen Heftern mit dem Stoff des letzten Semesters. Ihr könnte also langsam erahnen, was in den letzten zwei Monaten mit mir passiert ist.
Nur so viel vorweg: kein Schub, kein riesiger Uthoff, kaum Schmerzen, sondern lediglich Lernen, Prokastination, Lernen und noch mehr Prokastination.

Immer auf der Suche nach der nächsten Ablenkung, der nächsten weißen Wand zum Anstarren und der lautesten Fliege im Zimmer

Swenja Croft als Hauptfigur in: Prüfungsphase – der Untergang der Studentin

Ich entschuldige mich mal wieder für meine Theatralik. Ich glaube einfach, dass die Tatsache, dass ich vier Prüfungen geschrieben habe, eine Hausarbeit bereits morgen abgeben werde und somit nur noch zwei wissenschaftliche Aufgaben vor mir liegen, lässt den Stress der letzten Wochen abfallen.

Doch wie sieht’s eigentlich an der Bratwurst-Front aus?

Einiges habe ich ja bereits vorweggenommen. Mir geht es im Moment wirklich gut und trotz der starken Hitze der letzten Monate habe ich kaum Probleme mit dem lieben Herrn Uthoff. Wer weiß, vielleicht ist meine Freundin Tec doch gar nicht so eine Verräterin? Jedoch will ich es nicht beschreien und klopfe einfach auf Holz und bitte euch wie immer, dasselbe zu tun.

Allerdings gibt es eine beziehungsweise mehrere Änderungen, die sich innerhalb dieser letzten 64 Tagen ergeben haben. Ich hatte vor einigen Monaten von der lieben Kali ein Buch bekommen, in dem ein Arzt darüber schreibt, wie er seit mehr als 20 Jahren schubfrei lebt – und das lediglich durch das Ändern seiner Lebensgewohnheiten. Sie meinte also, dass ich es einfach lesen und ausprobieren solle, ob das etwas für mich wäre. Somit hat sich folgendes seit gut einem Monat geändert:

  1. Ich ernähre mich jetzt vegan.
    Ja, ja. Ich weiß, dass ich immer gesagt habe, dass ich nicht auf meinen Käse verzichten könne. Wenn allerdings ein gesundheitlicher Aspekt dahintersteckt und man die Hoffnung hat, dass es irgendeine Besserung hervorbringt, wenn auch nur eine klitzekleine, dann ist Käse viel unwichtiger als gedacht. Letztendlich denke ich auch, dass der Umstieg von Vegetarismus auf Veganismus noch ein wenig einfacher ist, als wenn ich vorher noch Fleisch gegessen hätte. Ihr erinnert euch, dass ich das nach der Reha im April letzten Jahres aufgegeben hatte?
  2. Ich verzichte auf zusätzliches Salz.
    Mich persönlich stört es nicht. Meine Geschmacksnerven gewöhnen sich langsam daran, dass ich nur noch mit Kräutern würze und auf den salzigen Geschmack verzichte. Ob das meinem Schatz jedoch auch so egal ist, weiß ich nicht. (Ich weiß jetzt schon, wie du mich gleich anschaust, wenn du das liest.) Doch bisher funktioniert es ganz gut, dass ich einfach in getrennten Töpfen koche oder der Salzstreuer einfach mit zum Esstisch genommen wird und er selbst entscheiden kann, wie viele Kristalle er auf sein Essen schütten möchte.
  3. Ich verzichte auf Süßigkeiten.
    Wahrscheinlich habe ich gerade deswegen in den letzten Wochen abgenommen. Guter Nebeneffekt, jedoch nicht der eigentliche Grund des Ganzen. Der Verzicht auf Zucker beziehungsweise der geringere Konsum trägt einfach allgemein zu einer gesunden Ernährungsweise bei. Und ihr wisst gar nicht, wie süchtig man stattdessen nach ungesalzenen Nüssen werden kann…
  4. Ich habe meine tägliche Vitamin-D-Dosis erhöht.
    Da ja zurzeit eh größere Forschungen dahingehend unternommen werden und von dem Autor des Buches 5.000-10.000 Einheiten täglich empfohlen werden, nehme ich nun 8.000 IE am Tag. Kali hatte mir damals zu ungefähr 3.000 am Tag geraten. Ich hoffe, dass sie mir nicht böse ist, wenn ich sie das nächste Mal sehe und ihr das erzähle. Aber: Das Buch war schließlich ihre Empfehlung!
  5. Ich setze mich öfters der Sonne aus.
    Klingt nach keiner großen Sache. Wer mich allerdings kennt, weiß, dass meine Körperfarbe beim Kontakt mit der Sonne von schneeweiß zu tomatenrot wechselt, um Ende des Sommers wieder weiß zu sein. Mir wurde allerdings heute morgen gesagt, dass ich langsam etwas Farbe bekomme. Und zwar eine, die in Richtung braun geht!
  6. Ich war seit gut 2 Monaten nicht mehr beim Sport.
    Nein, das ist keineswegs eine Empfehlung aus dem Buch, das nennt sich nur Faulheit. So wie ich keine Zeit gefunden habe, hier zu schreiben, so hatte ich auch keine, um zum Sport zu gehen.
    Okay, das war gelogen. Ich habe mir einfach nicht die Zeit genommen. Und ich weiß, dass das nicht gut ist..
  7. Ich bin mir sicher, dass ich etwas vergessen habe. 
    Nehmt es mir nicht übel und denkt daran, dass hier schließlich eine chronisch Kranke schreibt. Aber eine, die sich im Moment nicht so fühlt und auch nicht so wahrgenommen wird. Darauf trinken wir einen. Wenn auch nur digital 

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