Angst und Warten

Warten und Angst.
Warten oder Angst haben?
Aus Angst warten?
Warten auf die Angst?
Angst haben vor dem Warten?
Angst haben oder warten?
Oder gar nichts von beidem?

Seit Monaten geht es mir so gut wie seit langem nicht mehr. Teilweise vergesse ich sogar völlig, was in meinem Kopf und meiner Halswirbelsäule so unbemerkt vor sich geht – und das ist auch gut so! Abgesehen von diesem Vergessen vergesse ich zwar noch unzählige andere Dinge, die mir gerade nicht einfallen, aber das ist okay.
Und trotz alledem habe ich manchmal Angst. Angst, zu genießen, was ich gerade erlebe. Angst, den Moment zu leben, weil er im nächsten Augenblick zerstört werden könnte. Und Sekunden später denke ich: Bist du eigentlich doof? Was bringt es dir, dir jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen, was bald mal sein könnte? Oder eben auch nicht sein könnte! 
Da muss ich meinem Unterbewusstsein dann zustimmen und mir eingestehen, dass ich wirklich doof bin. Was nützt es mir, zu warten; indirekt darauf zu warten, was eventuell mit mir passieren könnte? Angst vor etwas zu haben, was vielleicht morgen oder erst in zehn Jahren oder niemals mit mir passieren könnte? Es lebt sich doch so viel besser ohne Angst. Und das weiß ich!

Ich will nicht mehr aus Angst Gelegenheiten verstreichen lassen, die sich mir so vielleicht nie wieder bieten werden. Nicht mehr sagen, dass es nicht klappt, weil ich es vielleicht nicht schaffen werde. Nicht mehr daheim bleiben, weil ich mich vor dem Unberechenbaren fürchte. Sondern einfach machen, meinen Tatendrang ausnutzen und etwas riskieren!

Und trotzdem warte ich manchmal darauf, dass mich die Angst wieder überkommt. Ja, ich bin doof – mein Unterbewusstsein hat recht.

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